Es war einmal ein… Kommt dir das bekannt vor? So fangen fast immer viele Märchen an. Das faszinierende an den Geschichten und Erzählungen ist, dass man sich fast immer an die Geschichte erinnert, unabhängig davon, wann sie erzählt wurde. Warum fesseln uns die Geschichten so?
Neurowissenschaften sagen, dass wir mit unseren allen Sinnen dabei sind, sobald uns jemand eine Geschichte erzählt. Es ist also kein Wunder, dass wir nicht nur als Kinder sondern auch als Erwachsene dem Erzählen von Geschichten verfallen sind.
Gerade aus diesem Grund ist Storytelling im fremdspachlichen Unterricht eine gute Möglichkeit, die Teilnehmer dazu zu animieren, kreativ, interaktiv und mit allen Sinnen die Fremdsprache zu lernen.
In meinem Unterricht greife ich immer wieder auf dieses Thema zu, vor allem wenn wir Temporalsätze lernen oder Geschehnisse wiedergeben. Da das Geschichtenerzählen fast zu jedem grammatischen Thema passt, ist es auch relativ einfach diese im Unterricht einzusetzen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Teilnehmer sich den Wortschatz und die grammatische Struktur am besten einprägen, wenn die Geschichte etwas mit ihrem Leben und ihrem Alltag zu tun hat.
Deswegen passe ich immer den Wortschatz dem Alltag meiner Teilnehmer an. Wenn ich also nur „junge Studenten“ im Kurs habe, dann benutze ich Wörter wie „studieren“, „Kommilitonen“, „vorbereiten“, „Universität“, „Semesterbeitrag“, „ECTS“, „Fachschaft“, „Essay“, „Hausarbeit“ usw.
